Prophylaxe in der Schwangerschaft

Zwei Ziele werden mit der präventiven Betreuung der werdenden Mutter verfolgt:

1. Erhalt bzw. Verbesserung der eigenen Mundgesundheit,

2. Schaffung optimaler Voraussetzungen für die Mundgesundheit des Kindes.

Probleme mit den Zähnen (kariöse Defekte oder gar Schmerzen) und dem Zahnfleisch (Entzündung mit Blutung und Schwellung) dürfen nicht verdrängt, geduldet oder deren Behandlung auf die Zeit nach der Schwangerschaft verschoben werden. Die Konsultation eines Zahnarztes ist dringend angeraten. Größere Belastungen durch eventuell notwendige Behandlungen sind allerdings nach Möglichkeit auch zu vermeiden. Da liegt es nahe, daß die Vorsorge die bessere Alternative ist. Neben der Aufklärung über die Ursachen der Entstehung von Karies und Gingivitis (siehe auch unter Gebißerkrankungen) steht die Reduktion der Keimzahl im Vordergrund. Hierzu sollte die Schwangere regelmäßig professionelle Zahnreinigungen durchführen lassen. Außerdem muß die häusliche Mundhygiene optimiert werden. Hilfreich ist auch die Anwendung chlorhexidinhaltiger Spüllösungen in niedrigen Konzentrationen. Hierzu sollte der Zahnarzt befragt werden. Für eine Langzeitanwendung sind auch handelsübliche Mundspüllösungen  empfehlenswert.

Je weniger Keime sich in der Mundhöhle der Mutter (und selbstverständlich auch des Vaters) befinden, um so weniger können auf das Kind übertragen werden.

Karies und Gingivitis sind kein Schicksal, sondern können aktiv beeinflußt werden.