Problemlose Schwangerschaft

Sie selbst können viel dazu beitragen, eine problemlose Schwangerschaft zu erleben.

Suchen Sie einen Frauenarzt/ eine Frauenärztin Ihres Vertrauens auf. Dort wird zunächst mittels einer gynäkologischen Untersuchung festgestellt, ob die Schwangerschaft gesund ist. Dazu ist es hilfreich, wenn Sie den ersten Tag Ihrer letzten Monatsblutung genau angeben können. Mit Hilfe dieses Datums wird der voraussichtliche Geburtstermin errechnet und die aktuelle Schwangerschaftswoche bestimmt.

Dann wird durch eine Ultraschalluntersuchung geprüft, ob die Schwangerschaft zeitgerecht entwickelt ist. Außerdem gehören zur Erstuntersuchung die Bestimmung von Größe und Gewicht, die Messung des Blutdruckes, die Untersuchung des Urins und des Blutbildes sowie eine Venenblutentnahme zur Bestimmung der Blutgruppe, des Rhesusfaktors, des Röteln-Titers und der Suchreaktion auf Syphilis. Ebenso erfolgt die Entnahme eines Vaginalabstriches auf Chlamydien. Alle diese Untersuchungen sind Bestandteil der gesetzlich vorgeschriebenen Mutterschaftsvorsorge.

Es wird ein Mutterpass angelegt, in den alle erhobenen Werte eingetragen werden, ebenso wie eine sorgfältig erhobene Anamnese. Für Ihren Arzt/ Ihre Ärztin ist es sehr wichtig, Ihre Gesundheitsvorgeschichte zu kennen. So können vorbestehende Gesundheitsrisiken rechtzeitig erkannt werden.

Wenn Sie es wünschen, können Sie ebenfalls kostenlos einen HIV-Test durchführen lassen. Das Ergebnis dieses Testes wird nicht in den Mütterpass eingetragen, der Befund verbleibt in Ihrer Krankenakte bei Ihrem Frauenarzt/ Ihrer Frauenärztin.

 

Ihr Arzt/ Ihre Ärztin wird Sie zusätzlich noch über allgemeine Verhaltensregeln während der Schwangerschaft beraten. Ebenso erhalten Sie umfassende Informationen über zusätzlich mögliche Untersuchungen, die Hinweise geben können auf ein Down- Syndrom oder einen offenen Rücken des Kindes.

Nach dieser umfassenden Erstuntersuchung werden alle weiteren Untersuchungen im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge im Abstand von ca. 4 Wochen durchgeführt, und zwar bis zur 32. Schwangerschaftswoche.

Danach finden die Kontrollen aller 2 Wochen statt, bis zum Geburtstermin. Bei jeder Konsultation in der Arztpraxis werden Gewicht, Blutdruck und Urin kontrolliert, außerdem ab der 24. Schwangerschaftswoche das Blutbild. Ca. ab der 28.-30. Schwangerschaftswoche kommt die Kontrolle der kindlichen Herztöne dazu. Dazu wird ein Cardiotokogramm, kurz CTG, gemacht. Bei dieser Untersuchung werden über auf der Bauchdecke befestigte Elektroden die kindlichen Herzaktionen registriert und aufgezeichnet. Ebenso wird unbemerkte Wehentätigkeit erfasst.